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KARATEbyJesse: Karate-Training trotz Gelenkschmerzen (Arthrose)

arthrocalman-2384253 640Hast du Gelenkschmerzen beim Karate-Training? Vielleicht ist das Arthrose. Arthrose ist die wissenschaftliche Bezeichnung für eine „chronische Gelenkentzündung“. Normalerweise sind davon Menschen über 50 betroffen. Aber man kann auch schon in den 20ern und 30ern darunter leiden, besonders als Kontaktsportler.

Da bildet Karate keine Ausnahme. Am meisten sind hier Knie und Hüfte von Arthrose betroffen. Wenn deine Knie und Hüften von tiefen Ständen und hohen Fußtechniken schmerzen, hast du vielleicht Arthrose. Aber keine Sorge – da bist du in guter Gesellschaft! Masutatsu Oyama, der legendäre Begründer des Kyokushin Karate, hatte schlimme Athrose. Dennoch wurde er einer der berühmtesten Karate-Kämpfer. Auch du kannst die Arthrose bekämpfen.

Ursachen für Arthrose
Also, was ist überhaupt die Ursache für Arthrose? Auch wenn Arthrose vermehrt bei älteren Menschen auftitt, ist das Alter an sich kein großer Einflussfaktor. Vielmehr sind starke Belastung und Rotationskräfte, die auf das Gelenk wirken, verantwortlich. Deshalb bekommen Leute, die Kontaktsportarten und Karate ausüben, häufiger Arthrose als andere. Einfach gesagt – dein Gelenkknorpel wird schneller abgenutzt als er sich wieder aufbaut. Über einen längeren Zeitraum summiert sich dieser Schaden.

Die Gründe hierfür sind:

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KARATEbyJesse: Drei Unterschiede zwischen östlichem und westlichem Karate

japan-1841199 640„Wie war‘s beim Training.“ „Großartig! Der Sensei hat mich gar nicht korrigiert!“ Das habe ich einem Freund nach meinem ersten Training in Okinawa (Japan) geantwortet. D‘oh! Wie blauäuig ich war! Denn wenn ein japanischer Sensei deine Techniken nicht kritisiert, dann ist das ein schlechtes Zeichen.

Es bedeutet, dass du noch nicht bereit bis für Verbesserungen. Ich dachte jedoch, es wäre ein gutes Zeichen.  Aber was kann man auch anderes von einem 20-jährigen schwedischen Jungspund erwarten, der seinen Träumen am Geburtstort des Karate nachjagt?

Zwar hatte ich damals schon mehrere Monate an der Universität von Okinawa studiert, die östliche Denkweise aber immer noch nicht verstanden. Ich musste sie erst am eigenen Leib erfahren... Folgendes habe ich dabei herausgefunden:

1 . Prozessorientiert vs. zielorientiert
Im Westen sind wir überfokussiert auf die Zielsetzung. Daran ist nichts falsch. Auch ich liebe es, Ziele zu erreichen. Aber im Osten geht es um die Reise. Um das Streben, nicht um das Erreichen. Das heißt, es ist nicht annähernd so wichtig, den Schwarzgurt zu bekommen wie einer zu sein. Und eine Meisterschaft zu gewinnen, ist nicht annähernd so wichtig wie ein Champion zu sein.

Verstanden?

Deshalb haben östliche Kampfkünstee das Suffix „-do“ (z.B. Judo, Kendo, Aikido, Karatedo usw.). „Do“ bedeutet wörtlich „Pfad“ oder „Weg“. Aber es geht dabei natürlich nicht um einen Weg im wörtlichen Sinne, sondern um einen spirituellen. Eine stetige Reise der Selbstentdeckung. Fortschritt vor Perfektion.

2. Lernen durch Fragen vs. Lernen durch Tun

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KARATEbyJesse: Vier kraftvolle Geisteshaltungen des traditionellen Karate

KARATEbyJesse: 4 kraftvolle Geistenhaltungen des traditionellen KarateAlles beginnt im Kopf. Mit einer sehr schlechten Geisteshaltung kommst du morgens nicht einmal aus dem Bett. Beim Karate ist das nicht anders. Die Kunst des Karate kennt verschiedene Geisteshaltungen. Heute möchte ich dir vier davon vorstellen: Shoshin, Mushin, Fudoshin und Zanshin. Aufgepasst!

#1: Shoshin – Geist des Anfängers
Wenn ich ein neues Dojo besuche, ziehe ich einen weißen Gürtel an. Warum? Weil ich damit Shoshin zeige.
„Shoshin“ ist Japanisch für „Geist des Anfängers“.
Also eine aufgeschlossene und lernbereite Einstellung, ohne vorgefasste Meinungen, Urteile und Voreingenommenheit.
Shoshin ist wesentlich fürs Karate, weil dein Geist wie ein Fallschirm ist – er funktioniert nicht, wenn er geschlossen ist.
Die Herausforderung besteht darin, sich Shoshin zu bewahren, wenn man mit seinen Graduierungen weiter fortschreitet.

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KARATEbyJesse: Kämpfen ohne Angst

woman-159754 640Du hast Angst vor dem Freikampf? – Damit bist du nicht allein!

Ich werde oft gefragt: „Jesse-San, wie kann ich meine Angst vor dem Freikampf überwinden?“ Heute möchte ich dir meine Annäherung an den Freikampf vorstellen.
Zuerst musst du dir aber das Folgende klar machen: Angst ist ein Lügner.
Wenn du denkst, dass du erst deine Angst überwinden musst, bevor du kämpfen kannst, liegst du falsch. Der einzige Weg, deine Angst zu überwinden, ist zu kämpfen!
Wenn du deiner Angst ins Gesicht schaust, wieder und wieder,  dann machst du sie dir zum Freund. Du siehst hinter ihre furchteinflößende Maske.
Selbst die größten Kämpfer kämpfen nicht ohne Angst – sie kämpfen TROTZ der Angst!

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KARATEbyJesse: Wie du dein Karate-Training richtig (wissenschaftlich) planst

cheat-sheet-karate-training-planningHast du einen cleveren Karate-Trainingsplan?
Die meisten Leute haben ihn nicht.
Tätsächlich denkt der Durchschnitts-Karateka gar nicht darüber nach, welcher Umfang, welche Häufigkeit und Intensität beim Training optimal sind.
Er trainiert einfach nach dem „Bauchgefühl“...
...was bedeutet, dass er niemals sein volles Potenzial ausschöpfen wird.
(Und deshalb bleibt er Durschnitt.)
Aber wenn du einen kontinuierlichen Fortschritt gewährleisten willst, brauchst du eine solide Strategie, um zu genau zu wissen, wie viel, wie oft und wie hart du Karate trainieren solltest!
Also...
Heute bringe ich dir die wissenschaftlich bewiesene Trainingsformel bei.

Wissenschaftliche Trainingsformel

Diese wurde von dem russischen Forscher Nikolai N. Yakovlev (1911–1992) erstellt und wird von den weltbesten Athleten/innen und Trainern/innen verwendet.

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KARATEbyJesse: Shu-Ha-Ri - Die uralte 3-Schritt-Formel der Karate-Meisterschaft

shuhari„Meisterschaft” ist ein großes Wort. Wenn du Karate ausübst, solltest nach ihr streben. Dich mit jedem Schlag, jedem Kick, Block und Stoß schrittweise Richtung Meisterschaft bewegen. Für mich ist es genau das, was am Karate so toll ist: Es gibt immer etwas, das du noch verbessern kannst!

Wie schon der legendäre Begründer des Shito-Ryu sagte:
„Karate ist lebenslanges Lernen.“
– Mabuni Kenwa (1889-1952)
Aber...
Gibt es irgendeine geheime Formel für diesen lebenslangen Prozess, Karate zu meistern?
Jepp!
Auf Japanisch heißt sie „Shu-Ha-Ri“.
Und hier, liebe Karate-Nerds, möchte ich meine Auffasung dieser uralten 3-Schritt-Formel für die Meisterung des Karate mit euch teilen.
Aufgepasst.

Schritt 1:
Shu
„Befolge die Regeln!”

Der erste Schritt zur Meisterschaft ist das Befolgen der Regeln.
„Shu“ bedeutet auf Japanisch wörtlich „gehorchen“, „intakt bleiben“ oder „schützen“.
Mit anderen Worten: Mach GENAU das, was dein Sensei dir sagt!
Folge der Linie.
Kopiere die Formen.
Imitiere die Bewegungen.
Deine einzige Aufgabe in dieser Phase ist es, das, was dir beigebracht wird, genau zu beobachten und es dir zu merken.

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KARATEbyJesse: Wie ich 100 Kindern zwei Stunden lang Karate-Unterricht gab (ohne durchzudrehen)

jesse enkamp teaching kidsKannst du dir vorstellen, 100 Kindern auf einmal Karate-Unterricht zu geben? Ich konnte es nicht... Bis zu meinem Seminar in London. Zwei Stunden am Stück unterrichtete ich 100 Kinder – sie haben sich benommen wie in der Kirche! Diszipliniert, konzentriert und bemerkenswert leise. Um ehrlich zu sein, ich hatte mir das eigentlich eher so verrückt ausgemalt wie im Wilden Westen. Aber es war genau das Gegenteil. Dieser Gruppe zu unterrichten, war traumhaft!

Tatsächlich war ich so beeindruckt, dass ich den Cheftrainer, Sensei Alex Horsfall, darum bat, einen Gastbeitrag auf meinem Blog zu schreiben und sein Geheimnis zu verraten. Er stimmte zu.
Sensei Alex macht seit 31 Jahren Karate und hat 17 Jahre Vollzeit in London Karate unterrichtet. Gemeinsam mit seinem Vater, einem ehemaligen SAS-Fallschirmjäger, hat er einen meisterhaften Ansatz für den Karate-Unterricht mit Kindern entwickelt.
Er besteht aus fünf Grundprinzipien.
Aufgepasst:

Fünf Schlüssel für den erfolgreichen Karate-Unterricht mit Kindern

#1: Struktur & Routine

Junge Kinder lieben Struktur und Wiederholung. Hab‘ daher keine Angst davor, die gleichen Übungen jede Woche zu wiederholen, bis alle Schüler sie richtig machen.
Kinder lieben es auch, zu wissen, was sie tun werden, bevor sie es tun. Deshalb ist Kommunikation so wichtig. Ich verwende gerne Sätze in der Form „jetzt – dann – danach“ („Jetzt machen wir X, dann machen wir Y und danach Z.“).

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